[BZfpB] NEU – Emcke: Gegen den Hass Schriftenreihe (Bd. 10027) Gegen den Hass – Hass vergiftet den Diskurs, nicht nur medial, und anstelle des fairen Blicks und Urteils treten oft menschenverachtende Zuschreibungen oder Vorurteile.

Inhalt

Anders Denkende, anders Glaubende, anders Liebende, anders Lebende sind zum Feindbild geworden. Hass ist ausgrenzend und menschenverachtend, radikal und gewalttätig. Ziel der Hassenden: Andere mit ihrem Hass anzustecken, Mitläufer und Mittäter zu finden, gesellschaftsfähig zu werden und die demokratischen Koordinaten der freiheitlichen Gesellschaft zu verschieben. Warum, so fragt Carolin Emcke, erniedrigen Menschen Andere? Warum pöbeln sie, öffentlich, auf der Straße, in Foren und Netzwerken? Welche Zuschreibungen an andere diktieren ihr Weltbild? Woher kommt die reflexhafte Überzeugung, durch die Beschneidung der Rechte Anderer die eigene Rechtschaffenheit zu steigern oder durch deren Marginalisierung an Bedeutung zu gewinnen? Carolin Emcke zeigt, wie Hass sich anschickt, die Grundlagen unserer solidarischen, menschlichen, vielfältigen, dialogbereiten und empathischen Gesellschaft zu beschädigen, und wie alle, die das nicht wollen, sich dem entgegenstellen können.

 


Autorin: Carolin Emcke, Seiten: 240, Erscheinungsdatum: 07.02.2017, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10027

Emcke: Gegen den HassNeu: Emcke: Gegen den Hass

Schriftenreihe (Bd. 10027)

Gegen den Hass

Hass vergiftet den Diskurs, nicht nur medial, und anstelle des fairen Blicks und Urteils treten oft menschenverachtende Zuschreibungen oder Vorurteile. Carolin Emcke fragt nach den Ursachen dafür und plädiert für Dialog und Empathie.

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[Trier] Trier FIRST/AMERICA SECOND – the greatest, best, fullest integration ever: In TRIER all people are Christian, even the muslims are Christian [1:56]

YES indead, in TRIER all the people are CHRISTIAN, even the muslims are CHRISTIAN [1:56].

And where it comes from? Why Trier was, is and will be so great (again)?

It’s clear, it’s obvious!  It comes from the VÖLKERMÜHLE MOSEL, my dear Palatinian US-President!

Von der Völkermühle Europas am Rhein

Der Rhein, die Völkermühle. aus „Des Teufels General“ von Carl Zuckmayer … General Harras ist zu nächtlicher Stunde mit dem Fliegerleutnant Hartmann

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=2vSasEZpyVc

Hartmann, sachlich So weit greift die Rassenforschung nicht zurück, Herr General.

Harras Muß sie aber! Muß sie! Wenn schon – denn schon! Denken Sie doch – was kann da nicht alles vorgekommen sein in einer alten Familie:

Vom Rhein – noch dazu. Vom Rhein. Von der großen Völkermühle. Von der Kelter Europas! Ruhiger Und jetzt stellen Sie sich doch mal Ihre Ahnenreihe vor – seit Christi Geburt. Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie, das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. Und dann kam ein griechischer Arzt dazu, oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons, ein desertierter Kosak, ein Schwarzwälder Flözer, ein wandernder Müllerbursch vom Elsaß, ein dicker Schiffer aus Holland, ein Magyar, ein Pandur, ein Offizier aus Wien, ein französischer Schauspieler, ein böhmischer Musikant – das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt – und – und der der Goethe, der kam aus demselben Topf, und der Beethoven und der Gutenberg, und der Matthias Grünewald und – ach was, schau im Lexikon nach. Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt – wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen. Vom Rhein – das heißt: vom Abendland. Das ist natürlicher Adel. Das ist Rasse. Seien Sie stolz darauf, Hartmann – und hängen Sie die Papiere Ihrer Großmutter in den Abtritt.

DER GANZE FILM:


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Nicht nur für Konvertiten unter den Flüchtlingen/Asylsuchenden/Migranten: Liturgische Hilfen für Migranten und Flüchtlinge

Auch als preiswerte allgemeine Integrationshilfen für jede(n) INtegrationsilligw(n), der/die sich wirklich für Land und Leute interessiert, zu verstehen:



Sonntagslesungen: Deutsch – Arabisch – Tigrinya

Auf unserer neuen Internetseite http://www.praxis.liturgie.de finden Sie nicht nur die Tages-Lesungen in deutscher Sprache, sondern auch die Lesungen von Sonn- und Festtagen in weiteren Sprachen, jetzt: parallel in Deutsch und Arabisch bzw. Tigrinya eingerichtet (pdf).
Für die Zusammenstellung danken wir Judith Reitebuch, Magdeburg.

  www.praxis.liturgie.de


Deutsch-arabisches Gebetsheft

Das illustrierte Gebetsheft im Postkartenformat enthält den Ablauf der heiligen Messe sowie Grundgebete wie das Vaterunser und das Glaubensbekenntnis, die Rosenkranzgeheimnisse und Gebete zur Gottesmutter Maria.
(Quelle: Kirche in Not)

  Deutsch-arabisches Gebetsheft Online-Bestellung (ab EUR 1,50)


Eucharistiefeier deutsch – arabisch

Verlauf der Messfeier, Dialoge, Viertes Hochgebet
(Quelle: Bibelpastorale Arbeitsstelle Bistum Regensburg)

  Eucharistiefeier deutsch – arabisch (pdf)

Verlauf der Messfeier, Dialoge, Viertes Hochgebet
Der Verein „Christen helfen Christen im Heiligen Land“ stellt auf seiner Website liturgische Materialien bereit. Um die wiederkehrenden Textpassagen und die Antworttexte der Messfeier verstehbar zu machen, hat der Verein ein arabisch-deutsches Heft zusammengestellt. Auch das Evangelium des jeweiligen Sonntags wird zweisprachig angeboten. Zusätzlich stehen Grundgebete wie das Vaterunser und das Ave Maria zu Verfügung.
(Quelle: Christen helfen Christen)

  Eucharistiefeier deutsch – arabisch (pdf)


Eucharistiefeier. Die Feier der Heiligen Messe

Faltblatt mit dem Ablauf und den deutschen Texten der Messfeier: Dialoge, Gloria, Apostolisches Glaubensbekenntnis, Sanktus, Vaterunser.
Eine Hilfe für Ungeübte. Die übersichtliche Darstellung ist auch eine gute Hilfe für Flüchtlinge und Migranten, die die deutsche Sprache erlernen und mitbeten möchten. (Quelle: Deutsches Liturgisches Institut)

  Eucharistiefeier. Die Feier der Heiligen Messe (Faltblatt) Online-Bestellung


Eucharistiefeier deutsch – arabisch

(Quelle: Erzdiözese Wien)

  Eucharistiefeier deutsch – arabisch (pdf)


Eucharistiefeier deutsch – farsi

(Quelle: Erzdiözese Wien)

  Eucharistiefeier deutsch – farsi (pdf)


Sonntags-Evangelium deutsch – arabisch (Übersicht)

Der arabische Text ist eine Übersetzung der griechisch-katholisch-melkitischen Kirche.
(Quelle: Christen helfen Christen)

  Sonntags-Evangelium deutsch – arabisch (Übersicht)


Zweites Eucharistisches Hochgebet deutsch – arabisch

(Quelle: Christen helfen Christen)

  Zweites Eucharistisches Hochgebet deutsch – arabisch (pdf)


Kinderbibel

Die Kinderbibel „Gott spricht zu seinen Kindern“ ist eines der größten Projekte von „Kirche in Not/Ostpriesterhilfe“ und wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Sie wurde in über 175 Sprachen übersetzt. (Quelle: Kirche in Not)

  Kinderbibel arabisch

  Kinderbibel syrisch


Weihnachtsevangelium für Flüchtlinge und Migranten Lk 2,1-20

Evangelium in leichter Sprache (deutsch), albanisch, amharisch (Äthiopien), arabisch, dari (Afghanistan) englisch, französisch, italienisch, kurmanji (nord-kurdisch), rumänisch, serbisch, spanisch, swahili (Ostafrika), syrisch, tigriniya (Äthiopien, Eritrea), urdu (Pakistan)
(Quelle: Katholisches Bibelwerk)

  Weihnachtsevangelium für Flüchtlinge und Migranten (pdf)


Osterevangelium für Flüchtlinge und Migranten Joh 20,1-18

arabisch, dari, englisch, französisch, italienisch, kurdisch, russisch, serbisch, somali, spanisch, swahili, türkisch, urdu
(Quelle: Katholisches Bibelwerk)

  Osterevangelium für Flüchtlinge und Migranten (pdf)


Gebetsraum. Missio-Flüchtlingshilfe

(Quelle: Missio)

  Gebetsraum. Missio-Flüchtlingshilfe



  Deutsche Bischofskonferenz – Flüchtlingshilfe



  Vatikan-Homepage – arabisch



  Radio Vatikan – arabisch


Sonn- und Festtagslesungen in weiteren Sprachen

Lesungen, Evangelium und kurze Betrachtung zum jeweiligen Sonn- und Festtag nach katholischer Leseordnung. In 13 Sprachen (deutsch, englisch, italienisch, französisch, spanisch, portugiesisch*, holländisch, ungarisch, polnisch, kroatisch, slowenisch, tschechisch, slowakisch)
*= derzeit noch ohne Meditation.
(Quelle: Vienna International Religious Centre )

  Sonn- und Festtagslesungen in weiteren Sprachen (Übersicht/pdf)

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„Front gegen den Fanatismus“: Aus Sicherheitsgründen Marokko verbietet die Burka – wie schon der Tschad

Welchen Grund gibt es noch, es in Deutschland zu erlauben. Wenn es noch eines Belegs benötigte, warum es früher unter seinem Vater Hassan II hieß, man habe Angst VOR dem König und seit M6 das Erbe  angetreten hat, man habe ANgst UM den König, dann findet er sich als weiterer Beleg für seine Weisheit hier: (Ausgerechnet hier und gerade bei IHM  Anti-Feminismus zu vermuten, zeigt allenfalls die Verblendheit der mal wieder ahnungslosen FeminisINNEN. (Gerade die nassiven Änderungen im Familien- und Frauenrecht in Marokko und die darin begründete Verehrung gerade unter den Frauen Marokkos sollte eigentlich Beweis genug sein. Auch der unter seiner Schirmherrschaft freigeschaltete Kanal Assadissa („Die Sechste“) hilft mit seiner Offensive gegen Analphabismus und Dyskalkulie gerade den bisher benachteilgten Frauen, wie sich jeder TÄGLICH von 10.30 bis 13:00 (Wiederholung: nachmittags 16.00 bis 17:45 ) selbst überzeugen kann. Da es sich um die Unterrichtung des modernen Hocharabisch bzw. Koran-Hocharabisch handelt können diese Kurse auch weiblichen Flüchtlingen aus Syrien etc. in Deutschland empfohlen werden, wie auch die Einführung in die Schriftsprache des meditaerranen Bildungskanals Uninettuniversity ( täglich 15:20 ). Bei ASSADISSA sollte sich jeder einmal selbst ansehen, mit welcher Freude und Begeisterung die jeweils 8 Frauen in den unterschiedlichen Niveaus bei der Sache (Lesen, Schreiben, Rechnen lernen) sind.

10:30
11:10
Actuellement
15:00
15:30
16:00

Achtung: Programmangaben: Ortszeit so präzise wie DEUTSCHE BAHN….

Nun aber zur Meldung:

Aus Sicherheitsgründen Marokko verbietet die Burka

Aus Sorge vor islamistischem Terror verbietet Marokko Muslimas das Tragen einer Burka – binnen 48 Stunden soll der Ganzkörperschleier aus dem nordafrikanischen Land verbannt werden. Kritiker sehen im Verbot einen Verstoß gegen Frauenrechte.

Die Regierung im nordafrikanischen Marokko will Medienberichten zufolge innerhalb von nur 48 Stunden den Ganzkörperschleier aus dem Land verbannen. Wie der britische Sender BBC unter Berufung auf einen ranghohen Beamten im Innenministerium berichtet, werden sowohl der Verkauf als auch die Produktion und der Import von Burkas verboten. Der Grund dafür seien Sicherheitsbedenken. „Extremisten haben das Kleidungsstück wiederholt genutzt, um Verbrechen zu verüben“, sagte der Ministeriumsmitarbeiter. Bei Burka-Trägerinnen bleiben – anders als beim Nikab – auch die Augen hinter einem Netzschleier verborgen.

[…]

Die Burka ist in dem nordafrikanischen Land nicht sehr verbreitet. Die meisten Frauen tragen Hidschab – ein Kopftuch, welches das Gesicht frei lässt und unterm Kinn zusammengebunden wird. Lediglich in salafistischen Kreisen, vor allem im konservativeren Norden des Landes, ist das Tragen eines Nikab üblich. Seit einer Anschlagsserie in Casablanca vor 13 Jahren hatte König Mohammed VI. versucht, einen moderaten Islam im Land durchzusetzen. Eine von ihm gegründete Imam-Schule lehrt eine tolerante und offene Auslegung des Koran.

„Front gegen den Fanatismus“

Nach den islamistischen Anschlägen in Europa wandte sich der Monarch zudem an die rund fünf Millionen im Ausland lebenden Marokkaner und forderte sie dazu auf, in ihrer neuen Heimat „den Frieden, die Harmonie und die Einheit“ zu verteidigen. Unter den Attentätern von Paris waren auch mehrere Islamisten mit marokkanischen Wurzeln. Mohammed VI. sagte, vor allem in Europa versuchten Extremisten, die Unwissenheit junger Muslime auszunutzen, „um ihre abwegigen Botschaften und falschen Versprechen“ zu verbreiten. An die Nation appellierte er, eine „Front gegen den Fanatismus und den Hass“ aufzubauen.

Marokko ist nicht das erste muslimisch geprägte afrikanische Land, das die Burka verbietet. Auch im Tschad ist die Vollverschleierung – und dort sowohl die Burka als auch der Nikab – seit 2015 aus Sicherheitsgründen verboten. Das Verbot war nach einem Doppelanschlag von Selbstmordattentätern in der tschadischen Hauptstadt Ndjamena verhängt worden. Bei dem Angriff auf eine Polizeistelle starben 33 Menschen. Das Land wird immer wieder durch Anschläge der militanten nigerianischen Sekte Boko Haram erschüttert.

http://www.n-tv.de/politik/Marokko-verbietet-die-Burka-article19522236.html

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7. Juli 2016, 13:12 Uhr Studie der Mercator-Stiftung Willkommenskultur verliert an Zuspruch – Zwischen Willkommenskultur und Rückkehrwünschen zu alten Vorrechten: Der Integrationswille der Deutschen ist gebremst

Zwischen Willkommenskultur und Rückkehrwünschen zu alten Vorrechten: Der Integrationswille der Deutschen ist gebremst

Ergebnisse der Studie „ZuGleich – Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit“ des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld

Pressemitteilung des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung

Bielefeld/ Essen/ Berlin, 07.07.2016

  • Anteil der Befragten, die Integration statt Assimilation von Zuwanderern befürworten, ist weiterhin groß.
  • Beanspruchung von Vorrechten der Alteingesessenen hat sich verdreifacht.
  • Mehr Menschen fordern die Zurückdrängung von Migranten aus dem öffentlichen Raum.
  • Willkommenskultur findet weniger Zuspruch als noch vor zwei Jahren.
  • Ablehnung von Willkommenskultur und Wunsch nach Rückkehr zu alten Ordnungen erklärt Ablehnung von Geflüchteten.

Die Integration von Menschen, die nach Deutschland einwandern, braucht den Integrationswillen der aufnehmenden Bevölkerung. Dieser hat jedoch stark abgenommen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „ZuGleich – Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit“ des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld, die heute auf einer Pressekonferenz in Berlin präsentiert wurde.
„Schon 2013 haben wir festgestellt, dass eine Mehrheit integrationswillig ist und das Leitbild „Willkommenskultur“ befürwortet, allerdings zeigen sich mittlerweile deutliche Veränderungen der Integrationskultur. Die heftigen Debatten der letzten zwei Jahre scheinen ihre Spuren in der Wahrnehmung und den Meinungen der Bevölkerung hinterlassen zu haben“, erläutert Andreas Zick, Leiter der Studie.

Die Willkommenskultur findet noch erhöhten Zuspruch, dass Integration aber gemeinsam gestaltet werden muss, wird von der Mehrheit abgelehnt
Zwar befürwortet immer noch ein größerer Teil von 40 %, dass Migranten teilhaben und ihre kulturellen Identitäten erhalten sollten, die Orientierung ist jedoch rückläufig. Die Zustimmung zur Assimilation nimmt im Vergleich nur leicht zu (von 4.4 auf 6,5 %). Dagegen findet der Anspruch, nur die Migranten müssten sich anpassen, mittlerweile bei der Mehrheit Zustimmung und hat stark zugenommen.
Dabei zeigt sich auch, dass sich die Haltungen zum Leitbild der Willkommenskultur umgekehrt haben. Während in 2013/14 die Befragten eine stärkere Willkommenskultur eher befürworteten (36 %) als sie zurückzuweisen (31 %), lehnt der größte Teil diese nun klar ab (36,7 %). Obgleich die Zustimmung sinkt, wird eine vielfältige und pluralistische Gesellschaft auch weiterhin von den meisten Bürgern positiv empfunden. Allerdings findet auch ein geschlossenes Heimatkonzept im Vergleich zu 2013/14 deutlich höheren Zuspruch: Mehr als jeder Vierte lehnt es mittlerweile ab, dass sich Migranten für Deutschland als neue Heimat entscheiden.

Vorrechte für Alteingesessene werden verstärkt eingefordert
Die Gründe für den Einbruch der positiven Haltungen zur Integration sehen die Forscher vor allem in einem Wiedererstarken von integrationshemmenden Meinungen. Dazu gehört vor allem, dass ‚Alteingesessene’ Vorrechte gegenüber Neuhinzukommenden reklamieren. „Insbesondere im Zuge der gestiegenen Zahlen von Geflüchteten reagieren die Menschen mit einem Verweis auf ihr vermeintlich angestammtes Vorrecht“, meint die Koordinatorin der Studie Madlen Preuß. Die Einforderung einer solchen Übervorteilung gegenüber Neuhinzukommenden hat sich verdreifacht. Der Migrationshintergrund spielt dabei keine Rolle mehr.
Auch fordern mittlerweile 44,5 % ein stärkeres Selbstbewusstsein gegenüber Migranten (2013/14: 33,5 %) und 41 %, dass vor allem jüngeren Migranten ihre Grenzen stärker aufgezeigt werden müssten (2013/14: 26,1 %).  „Die Mehrheit der Deutschen spricht sich für eine Wiederbelebung deutscher Werte und Traditionen aus. Doch es geht um mehr als das. Sie wollen ihre alten Ordnungen, ihre alte Dominanz im Raum zurück“, so Madlen Preuß.

Geflüchtete sind willkommen, aber nur solange, bis sich die Lage im Heimatland wieder verbessert hat
„Wenn es um Integration geht, dann sind Konflikte zu erwarten“, meint Andreas Zick. „Die hohe Aufnahmezahl der Geflüchteten in Deutschland ist aber ein zu bewältigender Konflikt und es stimmt nicht, dass die Mehrheit der Deutschen sie ablehnt.“ 72,9 % sind der Meinung: „Jeder Flüchtling hat das Recht auf eine besser Zukunft – auch in Deutschland“, und drei Viertel aller Befragten sprechen sich für die religionsunabhängige Aufnahme von Geflüchteten aus. Allerdings fordert auch mehr als die Hälfte, dass Geflüchtete in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden sollen, sobald sich die Lage dort verbessert hat.

Von der Willkommens- zur Ankommens-und Anerkennungskultur
„Mit Willlkommen können die Befragten mühelos etwas anfangen. Dies wird aber nicht reichen“, resümiert Zick. „Um den Rückgang in der positiven Haltung aufzuhalten, bedarf es einer Ankommens- und Anerkennungskultur, die zivilgesellschaftliches Engagement und die Akzeptanz von Migranten fördert“, führt er weiter aus. Dazu bedarf es innovativer Konzepte, die vor allem auch die „alten“ Einwanderungsgenerationen stärker einbeziehen müssen.

Identifikation und Zusammenhalt für Einheimische und Zugewanderte
„Wir brauchen eine Politik, die Identifikation und Zusammenhalt für alle schafft, für Einheimische und Zugewanderte. Zentral dafür sind mehr Teilhabe und Partizipation. Wenn jetzt die Stimmung gegenüber Zuwanderern härter und ablehnender wird, alarmiert mich das sehr. Wohin das führen kann, zeigen Berichte wie jetzt aus Kiel, wo eine Frau auf offener Straße beschimpft und verprügelt wurde, weil sie ein Kopftuch trug. Unsere Gesellschaft ist von Vielfalt geprägt, sie ist gelebter Alltag. Wer andere Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Religionszugehörigkeit oder ihrer Herkunft ausgrenzt‎ oder gar Stimmung gegen sie macht, greift unsere freiheitliche und pluralistische Gesellschaft an“, erklärt die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz. „Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, wie wichtig die Stärkung von Integration im Sinne einer gleichberechtigten Teilhabe aller in Deutschland lebender Menschen ist. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht alleine von Menschen mit Migrationserfahrung gestaltet werden muss“, erläutert Dr. Susanne Farwick, Bereichsleiterin Integration der Stiftung Mercator. „Nur wenn die Gleichwertigkeit aller Menschen anerkannt wird und die sprachliche, kulturelle und weltanschauliche Vielfalt als Selbstverständlichkeit wahrgenommen wird, kann ein gutes Miteinander in unserer Einwanderungsgesellschaft gelingen.“

Die Studie „ZuGleich – Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit“
Die Studie „ZuGleich – Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit“ widmet sich den wesentlichen Kernfragen zur Integrationsgemeinschaft, die Anerkennung einer allgemeinen Gleichwertigkeit und die Zugehörigkeit verschiedener Gruppen zur deutschen Gesellschaft. Die Studie ist eine wissenschaftliche Umfragestudie und basiert auf zwei anonymen und nach repräsentativen Kriterien ermittelten Querschnitts-Befragungen in den Jahreswechseln 2013/2014 und 2015/2016. In ZuGleich 13/14 wurden 2.006 volljährige Personen, in ZuGleich 15/16 1.505 Personen ab 16 Jahren befragt. Das Projekt wird von Prof. Dr. Andreas Zick sowie Madlen Preuß, MA am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld durchgeführt.

Weitere Informationen und den Kurzbericht zum Download finden Sie unter:
www.stiftung-mercator.de/zugleich

trifft nicht zu
teils, teils
trifft zu
Es gefällt mir, dass sich so viele Migranten für Deutschland als neue Heimat entscheiden.
2015/2016
26%
34%
40%
Wer irgendwo neu ist bzw. später hinzukommt, der sollte sich erstmal mit weniger zufrieden geben
2013/2014
43%
26%
32%
2015/2016
26%
23%
52%
Wer irgendwo neu ist bzw. später hinzukommt, der sollte auf keinen Fall Forderungen stellen oder Ansprüche erheben.
2013/2014
45%
34%
21%
2015/2016
48%
24%
28%
Ich finde es gut, wenn Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, ihre kulturellen Wurzeln beibehielten.
2013/2014
8%
26%
67%
2015/2016
14%
21%
65%
Die hohen Flüchtlingszahlen gefährden die Zukunft Deutschlands
2015/2016
39%
22%
38%
Jeder Flüchtling hat das Recht auf eine bessere Zukunft – auch in Deutschland
2015/2016
9%
14%
77%

Rohdaten herunterladen 

http://www.sueddeutsche.de/politik/mercator-stiftung-studie-willkommenskultur-verliert-an-zuspruch-ablehnung-nimmt-zu-1.3067773

  • Eine Umfrage der Uni Bielefeld sieht in der deutschen Bevölkerung eine zunehmende Ablehnung von Flüchtlingen.
  • Knapp ein Drittel aller Befragten beschuldigt Flüchtlinge des Asylmissbrauchs.
  • Menschen, die selber einen Migrationshintergrund haben, gehen in ihren Aussagen sogar noch etwas strenger mit Neumigranten um.
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[TRIER: Humboldt-Gymnasium] 3 Beispiele die Schule machen sollten – incl. Nutzung der dt.-franz. Kooperation mit Dijon (F) und AbiBac-Zug

1.

Flüchtlingshilfe am HGT

Stolz und Anerkennung für ehrenamtliches Flüchtlingsengagement von HGT-Schülern

HGT-Schulgemeinschaft spendet 600 Euro für das Café Welcome in Trier-Nord

Beteiligung an Flüchtlingsarbeit: HGT-Schulleiter Ralph Borschel und SEB-Vorsitzende Ruth Jätzold überreichten den Organisatoren des Café Welcome in Trier-Nord eine Spende von 600 Euro. Das Geld erwirtschaftete die Schule während des Elterncafés am Tag der offenen Tür. Bereits seit Beginn des Schuljahres engagieren sich im Café Welcome Schüler der Jahrgangsstufe 9 ehrenamtlich für Flüchtlinge. […> MEHR]

Information:

Das Café Welcome findet jeden Dienstagnachmittag von 17 bis 19 Uhr im Bürgerhaus in Trier-Nord, Franz-Georg-Straße 36, statt. Es bietet eine Möglichkeit für Anwohner, Interessierte und Flüchtlinge, zwanglos einander zu begegnen und miteinander zu sprechen. Hierzu werden Kuchenspenden und gerne auch gut erhaltene Spielsachen wie Karten- und Brettspiele angenommen.

 

Kontakt: Bernd Weihmann, bernd.weihmann@buergerhaus-trier-nord.de

http://www.hgt-trier.de/?q=fl%C3%BCchtlingshilfe-am-hgt-1

2.

Planspiel Börse

HGT-Börsen-Gurus engagieren sich für Flüchtlinge

Zuerst haben sie beim diesjährigen Planspiel Börse gezeigt, dass sie kluge Köpfe sind.
Yunus Ornau und sein Team aus der Klasse 7d, bestehend aus Alexander Degen, Jakob Lienkamp und Elias Preußer, haben im Trierer Börsen-Wettbewerb den 1. Platz errungen.
Dass sie aber auch viel Herz besitzen, haben die vier Schüler des HGT gezeigt, indem sie ihr Preisgeld dem in der Flüchtlingshilfe aktiven Verein FAOSE e.V. gespendet haben.  [MEHR…]
BTW/Obiter dictum:  Der Verein FAOSE e.V. betreibt inzwischen auch schon längere Zeit ein weiteres WILLKOMMENS Café sonntags zwischen 14.00 und 17.00 Uhr im MISS MARPLE’S (Trier, Brückenstraße)

3.

Franz-Bac

Drittortbegegnung 2016

Bad Liebenzell – Mehr als nur ein Kurort

Zur Drittortbegegnung des Franz-BAC-Kurses mit der Partnerschule des HGT aus Dijon ging es diesmal nach Bad Liebenzell, einem kleinen Örtchen in der Nähe von Stuttgart.

Nach einer langen Fahrt wurden wir herzlich empfangen und waren heilfroh, endlich in der Burg oben auf dem Berg angelangt zu sein.
Dann bezogen wir unsere gemütlichen Zimmer, von denen man eine perfekte Aussicht über das Tal hatte.
Danach ging es auch schon zum Abendessen, das zu unserem Erstaunen immer richtig lecker schmeckte.[…]
Deutsch-Französische
Jugendbegegnung
WORKSHOPS
FREIHEIT UND SICHERHEIT
IN EUROPA
IM KONTEXT VON KRIEG UND GEWALT
IM NAHEN OSTEN
Kooperationspartner:
LYCEE EUROPEEN CHARLES DE GAULLE DIJON
HUMBOLDT-GYMNASIUM TRIER

►Link zu zwei Filmen, die im Rahmen des Medienworkshops entstanden sind. Sie geben einen Einblick in die Arbeit der Bac-Schüler vor Ort und sind mit den Schwerpunktthemen „Warum fliehen Menschen aus ihrer Heimat?“ und „Auf der Flucht/ Wo bleibt die Menschlichkeit?“ sehr aktuell.

https://vimeo.com/166383478

https://vimeo.com/166318151

Die Videos können mit dem Passwort „liebenzell“ aktiviert werden!

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Skandalbuch aus Frankreich: Die Asylbehörde als Lügenfabrik – Mit der Kraft der Sprache – Aus Trier stammende Übersetzerin erhält in Berlin Internationalen Literaturpreis

Der verstörendste Roman des Jahres: Shumona Sinha schildert in „Erschlagt die Armen!“ auf drastische Art und Weise die Unaushaltbarkeit des europäischen Asylsystems. Für die Autorin hatte das Buch ernste Konsequenzen.

Man muss damit anfangen, dass der Titel dieses außergewöhnlich radikalen, schmalen Romans den Titel eines Baudelaire-Gedichts zitiert: „Erschlagt die Armen!“. Bei Baudelaire greift ein Mann einen Bettler an. In Shumona Sinhas zweitem Roman, der 2011 im französischen Original erschien und nun auf Deutsch vorliegt, ist es die namenlose Ich-Erzählerin, die in der Pariser Metro einem Asylbewerber eine Weinflasche überzieht.

Eine ungeheuerliche Tat, um die sich dieser wütende Text dreht und die er nicht komplett erklären kann. Dabei gibt es einiges zu erklären: Die Täterin, aus deren alleiniger Sicht „Erschlagt die Armen!“ erzählt wird, ist selbst als Migrantin nach Frankreich gekommen. Und sie arbeitet als Dolmetscherin der Asylbehörde, wo die Fremden vorstellig werden, um ihr Recht zum Bleiben in jenem reichen Land zu erlangen.

In glänzend geschriebener, bildhafter Zorn-Prosa beschreibt Sinha, die 1973 in Kalkutta geboren wurde und seit 2001 in Paris lebt, das abgeschmackte Schauspiel auf dem Amt, in dem zugereiste Bittsteller auf müde Verwalter und Abwehrer treffen. Die Erzählerin, nach dem Übergriff selbst zum Objekt des staatlichen Interesses geworden, rekapituliert im Verhör bei der Polizei ihre Begegnungen mit „der endlosen Kolonne von Männern“, den Asylbewerbern, denen sie täglich bei bürokratischen Akten assistieren muss. Vor denen sie nur noch fliehen will, weil sie nicht länger „in diese vor Klagen triefenden, von Drohungen und Beschimpfungen überschäumenden Gesichter schauen“ kann.

Mit der Zwiebel in der Hosentasche: Tränen für Frankreich[…]

 

 

Berlin/Trier. Es ist eine großartige Auszeichnung, die die aus Trier stammende Übersetzerin Lena Müller erhalten hat. Das Berliner Haus der Kulturen der Welt hat die Übersetzerin sowie die in Indien geborene Autorin Shumona Sinha für ihren Roman „Erschlagt die Armen!“ mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit insgesamt 35 000 Euro dotiert; die Übersetzerin des Romans, Lena Müller, erhält davon 15 000 Euro. „Wir freuen uns sehr über den gemeinsamen Erfolg“, sagte Lena Müller dem TV. Sie hat im Jahr 2002 am Auguste-Viktoria-Gymnasium in Trier Abitur gemacht, einige Jahre in Frankreich gelebt und als Freie Autorin und Übersetzerin schon mehrere Romane ins Deutsche gebracht.
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„Erschlagt die Armen!“ ist 2011 in Frankreich erschienen. Es hat für Furore gesorgt und die Autorin ihren Job gekostet. Schriftstellerin Sinha, die seit 2001 in Paris lebt, verarbeitet darin ihre Erfahrungen als Dolmetscherin in einer Asylbehörde. Reflektiert die Geschichten zwischen Märchen und Wahrheit, die über ein Schicksal entscheiden, und die Vorschriften, die Flüchtlinge zwingen, der Behörde bestimmte Antworten zu geben. Als Lena Müller „Erschlagt die Armen!“ nach einer Empfehlung ihrer Lieblingsbuchhandlung in Paris las, hat sie, wie sie dem TV erzählt, „die kraftvolle, poetische Sprache und die sehr subjektive, wütende Erzählperspektive beim Lesen fasziniert“. Ihr gefiel die literarische Innenansicht des Asylsystems – „dass wir über die Ich-Erzählerin Einblicke in die Absurdität der bürokratischen Verwaltung von Asylgesuchen bekommen. Das Buch zeigt ja, dass der Zwang zur ‚richtigen’ Geschichte beim Asylantrag viele Menschen in eine sehr schwierige Lage bringt, in der sie sich selbst verleugnen müssen, weil ihre Fluchtgründe nicht ganz mit den Aufnahmekriterien zusammenpassen. Das hatte ich in der Intensität noch nie gelesen.[…]

http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/kultur/Kultur-Mit-der-Kraft-der-Sprache-Aus-Trier-stammende-Uebersetzerin-erhaelt-in-Berlin-Internationalen-Literaturpreis;art764,4493319

 

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[TRIER] Trierer Winzer küren junge geflüchtete christlich-aramäische Syrerin Ninorta Bahno zur Weinkönigin 2016/17

Integration bei Olewiger Winzern – Dem Bürgerkrieg entkommen: Junge Syrerin wird neue Weinkönigin in Trier

2012 flüchtete sie aus Syrien nach Rheinland-Pfalz. Nun wird Ninorta Bahno Botschafterin des örtlichen Weins.

Seit 2012 lebt sie in Trier, nun ist sie die neue Weinkönigin der Region: Die aus Syrien stammende Ninorta Bahno wurde von der Winzervereinigung zu ihrer Botschafterin auserkoren. Anfang August wird sie in einer öffentlichen Feier zur 68. Weinkönigin gekrönt, berichtet der Trierer Volksfreund.

Es ist ein besonderes Zeichen für gelebte Integration, denn die 25-jährige aramäische Christin flüchtete vor vier Jahren aus Syrien nach Deutschland ins rheinland-pfälzische Trier. Zur Weinkönigin ernannt wurde sie von CDU-Stadträtin Jutta Albrecht und dem Winzerchef des Trierer Stadtteils Olewig, Peter Terges. Beide lernten die junge Syrerin kennen, als sie beim vergangenes Jahr beim Trierer Weinfest für eine Gruppe Flüchtlinge dolmetschte. „Sie ist eine wunderbare Repräsentantin für den Wein und die Winzerschaft ihrer neuen Heimatstadt“, werden sie von der Lokalzeitung zitiert. „Damit haben wir einen echten Coup in Sachen Integration und Weltoffenheit gelandet.“ Seit 1949 veranstaltet die Olewiger Winzerschaft das Trierer Weinfest und bestimmt dafür jährlich eine Königin.[…]

http://www.focus.de/regional/trier/integration-bei-olewiger-winzern-dem-buergerkrieg-entkommen-junge-syrerin-wird-neue-weinkoenigin-in-trier_id_5589513.html

http://www.sueddeutsche.de/panorama/integration-trier-kuert-junge-syrerin-zur-weinkoenigin-1.3020043

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[Ludwigshafen – Kunstverein] Maziar Moradi: Ich werde deutsch

Ausstellung in Ludwigshafen
Maziar Moradi – ich werde deutsch
23.04.2016 – 26.06.2016
Kunstverein, Ludwigshafen
Die erste große Einzelausstellung des deutsch-iranischen Fotografen (*1975) zeigt zwei umfangreiche Serien, in denen er sich mit der Situation nach Deutschland geflüchteter Menschen auseinandersetzt

l1291
Kunstverein

Bismarckstraße 44–48

67059 Ludwigshafen

Deutschland

Website
Öffnungszeiten
Di–Fr 12–18, Sa, So 11

Der Kunstverein Ludwigshafen präsentiert in einer ersten großen Einzelausstellung den deutsch-iranischen und in Berlin lebenden Fotografen Maziar Moradi. Maziar Moradi erhielt 2007 den Otto-Steinert-Preis, 2009 den Preis für Dokumentarfotografie der Wüstenrot Stiftung und 2010 förderte die Stiftung Kunstfonds sein Buch „1979“, das sich mit dem Wandel der iranischen Gesellschaft nach dem Sturz des Schah-Regimes auseinander setzt.

Als Fortsetzung von „1979“ versteht sich die zwischen 2008 und 2016 entstandene Arbeit„Ich werde deutsch“, die im Kunstverein Ludwigshafen gezeigt wird. In dieser Serie geht es um die Geschichte der nächsten Generation von in Deutschland lebenden Migranten. Sie haben entweder ihr Heimatland verlassen, um in Deutschland ein neues Leben zu beginnen oder sie sind bereits in Deutschland geboren, geprägt vom kulturellen Hintergrund ihrer Familien. Maziar Moradi errichtet für seine fotografischen Porträts Bühnen, auf denen die Protagonisten inszeniert werden. Ihnen allen gemeinsam ist die Tatsache, dass sie sich in einem Prozess des „Deutsch-Werdens“ befinden. Was die Bilder zeigen, sind Schlüsselszenen von persönlichen Entwicklungen, einschneidende Erlebnisse, Wendepunkte von Geschichten, dramatische Episoden. Es sind reinszenierte Ausschnitte aus verschiedenen Leben, die eine enorme Kraft, Dramatik, aber auch Witz und Humor besitzen. Auch wenn sich Einiges bei genauerem Betrachten erschließt, bleibt doch auch Vieles ungewiss und rätselhaft. Was auch immer an persönlichen Dramen, Erlebnissen dahinter stecken mag, so verbindet alle Protagonisten der Prozess, die große Kraftanstrengung „deutsch zu werden“, ein neues Leben in einem fremden Land aufzubauen.

Das Projekt „Ich werde deutsch“ wird mit einer neuen Arbeit „Ich werde deutsch – der Anfang“ weitergeführt, die zum ersten Mal im Kunstverein Ludwigshafen zu sehen sein wird. Ausgangspunkt ist die im Sommer 2015 einsetzende Flüchtlingsbewegung nach Deutschland. Maziar Moradi hat im Dezember 2015 begonnen, Unterkünfte für Flüchtlinge in Deutschland zu fotografieren. Es ist der erste Ort, den jeder Flüchtling, wenn er in Deutschland angekommen ist, betritt, wo er über Wochen oder gar Monate ausharren muss, bis sein Asylantrag bearbeitet und eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt wird. Diese Orte stellen die Pufferzonen beider Welten dar. Die Welt, aus der man kommt und die Welt, in die man geht. Moradi inszeniert nicht mehr Bühnen für individuelle Geschichten, sondern der Betrachter wird hier mit der nackten Realität konfrontiert. In einem für Moradi ungewöhnlich sachlich dokumentarischen Stil werden die Gebäude ohne Menschen fotografiert. Es sind über 40 unterschiedlichste Gebäude wie Turn-, Tragluft- und ehemalige Lagerhallen, Container, Wohnungen, ehemalige Krankenhäuser, Bürogebäude, Schulen, Kasernen und Altersheime, die in der Ausstellung an einer Wand als großes Tableau kontrastierend den Porträts der Arbeit „Ich werde deutsch“ gegenübergestellt werden.

„Neben allen politischen Diskussionen über Integration, so Maziar Moradi, „treten Gefühle, wie Angst und Hoffnung dieser Menschen oft in den Hintergrund. Die Spannung, der Zwang zwischen verschiedenen Kulturen, zwischen Integration und Adaption zu leben, ist eine große Herausforderung, vor der alle Migranten stehen.“

Begleitprogramm

Tee-Salon
// Sonntag 29. Mai um 17 Uhr
Zu arabischen Teespezialitäten ertönen die Klänge der Oud (Hisam Alhayek) und Dabuka (Asem Abd Alkareem). Beide Musiker sind aus ihrer Heimat Syrien vor Krieg und Verfolgung geflohen und leben in Ludwigshafen in Notunterkünften.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Kultur Rhein Neckar.

Lesung
// Freitag, 10. Juni 19 Uhr
Christian Birko-Flemming, Hedwig Franke, Mathias Wendel lesen von Migranten und Flüchtenden verfasste Texte zum Thema „Ich werde deutsch“

Künstlergespräch mit Maziar Moradi
// Sonntag, 12. Juni um 16 Uhr
Moderation: Barbara Auer
…mit Kaffee und Kuchen

Führungen jeden Samstag
23. April, 14 Uhr mit Torsten Kappenberg
30. April, 14 Uhr mit Torsten Kappenberg
7. Mai, 14 Uhr mit Torsten Kappenberg
14. Mai, 14 Uhr mit Barbara Auer
21. Mai, 14 Uhr mit Julia Weber
28. Mai, 14 Uhr mit Julia Weber
4. Juni, 14 Uhr mit Torsten Kappenberg
11. Juni, 14 Uhr mit Torsten Kappenberg
18. Juni 14 Uhr mit Julia Weber
25. Juni 14 Uhr mit Julia Weber

Der Eintritt in die Ausstellung und zu allen Veranstaltungen ist frei.

Mit freundlicher Unterstützung von:

BASF SE –18

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[CHRIS MON – das evangelische Online-Magazin] Das chrismon – Spezial-Heft für Flüchtlinge und Helfer

Das chrismon-Spezial-Heft für Flüchtlinge und Helfer

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chrismon spezial „Willkommen!“
Mit einer Spezialausgabe des Magazins „chrismon“ wendet sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) an Flüchtlinge aus dem arabischen und dem persisch-afghanischen Raum sowie die zahlreichen Helfer in den evangelischen Gemeinden und diakonischen Einrichtungen.

Downloads

Das 24-seitige Heft mit dem Titel „Willkommen“, das zweisprachig in Arabisch/Deutsch und Farsi/Deutsch erscheint, vermittelt die lebendige Vielfalt des evangelischen Gemeindelebens in Deutschland:

Ehrenamtliche Helfer erzählen, warum sie sich für Flüchtlinge engagieren. Ein Iraner berichtet, wie er in der neuen Heimat den christlichen Glauben für sich entdeckte. Eine Reportage zeigt, warum christlich-muslimischer Religionsunterricht gelingt. Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland, beantwortet die drängendsten Fragen der Schutzsuchenden. Dazu bietet das Heft Informationen zu christlicher Ethik und Geschichte, zu kirchlichen Festen und zentralen Bibelstellen. Das in gewohnter chrismon-Aufmachung illustrierte Heft erscheint mit einem Editorial des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm zu Pfingsten 2016.“Für Menschen, die zu uns nach Deutschland kommen, ist es wichtig, die Grundorientierungen unseres Landes kennenzulernen. Wir wollen damit das deutliche Signal senden, dass sie willkommen sind und an der Gesellschaft teilhaben können“, so Landesbischof Bedford-Strohm. „Dabei wollen wir bewusst auch diejenigen ansprechen, die noch kein Deutsch sprechen. Auf diese Weise hoffen wir, miteinander ins Gespräch zu kommen und dabei auch für die neu Ankommenden auskunftsfähig über unseren Glauben zu werden.“, erläutert der EKD-Ratsvorsitzende.

„Die Erfahrungen der Flüchtlingshelfer zeigen, viele der Angekommenen sind persönlich interessiert, mehr über die Alltagskultur des Christentums in Deutschland zu erfahren. Für sie ist das ein erster Schritt auf dem Wege der Integration in die neue Umgebung. So sind Heft und Webseite entstanden, von und für Flüchtlinge und Helfer, verständlich und in ihrer jeweiligen Sprache.“, sagt Arnd Brummer, Chefredakteur von chrismon.

http://static.evangelisch.de/get/?daid=KGYwROwV_LKRo0Bjf33rT2SG00145504&dfid=v-theora_ogg

Sharmila Hashimi stellt chrismon spezial „Willkommen!“ AUF FARSI vor und erzählt, warum es ihr wichtig war, das Heft zu übersetzen und welchen Nutzen ihre Landsleute vom Heft haben.
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